Ein erfundenes Alltagsbeispiel

Eva sucht eine Zahl. Aku schaut auf die Mahlzeiten.

Eva, 67, fragt sich, ob sie einen Eiweißshake braucht. Zunächst schaut sie auf drei gewöhnliche Tage: Was isst sie tatsächlich? Ihr Joghurt, die Linsen im Mittagessen und das Vollkornbrot zählen alle mit. Ein einzelnes „Proteinprodukt“ beschreibt ihre Versorgung noch nicht.

Eine Orientierung mit klaren Voraussetzungen.

Die DGE nennt für gesunde Erwachsene von 19 bis unter 65 Jahren eine empfohlene Zufuhr von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Ab 65 Jahren gilt ein Schätzwert von 1,0 Gramm. Grundlage ist Normalgewicht; die Werte sind keine individuelle Verordnung.[1]

19 bis unter 65 Jahre0,8 gpro kg und Tag · empfohlene Zufuhr
Ab 65 Jahre1,0 gpro kg und Tag · Schätzwert
Rechenbeispiel bei 70 kg Normalgewicht: 56 g beziehungsweise 70 g Eiweiß am Tag. Ein Referenzwert beschreibt eine Orientierung für eine Gruppe, keine persönliche Zielvorgabe.[1]

Viele Lebensmittel tragen etwas bei.

  1. MorgensZum Beispiel Joghurt oder eine passende Sojaalternative.
  2. MittagsZum Beispiel Linsen oder Tofu.
  3. AbendsZum Beispiel Vollkornbrot mit Hummus oder Ei.
Ideensammlung, kein vollständiger Tagesplan. Ob die Menge reicht, hängt von Lebensmitteln und Portionen ab. Auch Brot, Getreide und Gemüse tragen Eiweiß bei.[2]

Mehr Kontext als Körpergewicht.

Bei Unter- oder Übergewicht lässt sich der Referenzwert nicht einfach mit dem aktuellen Gewicht multiplizieren. Krankheit, Schwangerschaft, Stillzeit und intensiver Sport benötigen eine eigene Einordnung. Besonders bei einer Nierenerkrankung sollte eine Änderung der Eiweißzufuhr mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.[2]

Kurz mit Aku nachdenken

Was nimmst du mit?

Ein Lebensmittel trägt die Aufschrift „Protein“. Weißt du damit schon, ob dein Tag ausreichend Eiweiß enthält?

Akus Erklärung ansehen

Noch nicht. Es zählen die Lebensmittel und Portionen des ganzen Tages. Die Referenzwerte helfen bei der Orientierung; sie sind keine persönliche Verordnung.

Nur zum Nachdenken: keine Bewertung, keine Speicherung.

Beginne mit drei normalen Tagen.

Notiere Mahlzeiten und ungefähre Portionen, ohne deine Ernährung dafür extra zu verändern. Markiere die Eiweißquellen. Wenn die Versorgung unklar bleibt, nimm die Notizen zur qualifizierten Ernährungsberatung mit. Die Beobachtung ist eine Gesprächshilfe, kein Mangeltest.

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Quellen zur Vertiefung

Redaktioneller Stand: 19.10.2026. Die Beispiele sind erfunden; die Grafiken erklären Zusammenhänge und zeigen keine Patientendaten.

  1. DGE: Referenzwerte für Protein ↗

    Altersgruppen, empfohlene Zufuhr und Schätzwert. Die 70-kg-Beispiele sind daraus berechnet.

  2. DGE: Fragen und Antworten zu Protein ↗

    Lebensmittelquellen, Bezugsgewicht und Grenzen der Übertragbarkeit.

Einordnung und Quellen zu dieser Frage

Zufuhr und Funktion · E – Etabliert

Die Kennzeichnung aus dem Buch bezieht sich auf diese konkrete Anwendung. Sie ist keine Bewertung deiner Gesundheit und keine pauschale Empfehlung für einen Test.

Redaktionell aus der Buchausgabe vom 19.10.2026, Seite 28, übertragen. Autor des Buches: Dr. Josef Scheiber. Die Kurzfassung ersetzt keine vollständige Leitlinie oder individuelle Abklärung.

Klare Rollen: ich.center übernimmt die wissenschaftliche Einordnung. Ärztliche Diagnostik, medizinische Befundmitteilung und Behandlung liegen bei entsprechend qualifizierten Fachpersonen. Allgemeine Informationen ersetzen keine persönliche medizinische Beratung.